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Staatlich geprüfte/r medientechnische/r Assistent/in mit Schwerpunkt: Geovisualisierung

Berufsprofil

Geodaten werden in der sich entwickelnden Informationsgesellschaft eine Schlüsselstellung einnehmen. Diese, zum Teil noch traditionell verwalteten Datenbestände müssen für administrative, ökologische und wirtschaftliche Aufgaben aufbereitet und gestaltet werden. Das Interesse daran beteiligter Firmen, Ämter und Institute wird es sein, in den nächsten Jahren  kompetente Mitarbeiter für diese Aufgabe zu finden.

 

Die/Der Staatlich geprüfte/r medientechnische/r Assistent/in mit Schwerpunkt Geovisualisierung wirkt mit bei der Erfassung, Verwaltung,  Aufbereitung, Analyse, Gestaltung und Präsentation von Geodaten – Daten mit einem Raumbezug. Er ist in der Lage, Daten in rechnergestützte Informationssysteme einzuspeisen. Geovisualisierer können  planungsrelevante Daten zielgerichtet dokumentieren und gestalten. Sie sind vertraut mit theoretischen Kenntnissen über geodätische und geographische Informationssysteme.  Tätigkeitsschwerpunkt ist der praktische Umgang mit den nötigen Instrumenten und Systemen.

Eine eigenverantwortliche Weiterbildung ist durch die erworbenen Grundlagenkenntnisse möglich und ermöglicht eine gute Perspektive im beruflichen Wettbewerb.

 

Die/Der Staatlich geprüfte/r medientechnische/r Assistent/in mit Schwerpunkt Geovisualisierung hat gute Chancen sich im Arbeitsmarkt zu behaupten. Die im Jahr 2006 erstmalig examinierten Assistenten werden die von der PISA-Studie geforderten Schlüsselqualifikationen im Sinne des neuen Bildungsbegriffes vorweisen können, sind technisch auf dem neuesten Stand und sind während ihrer Ausbildung mit Strategien vertraut gemacht worden sich in dem in stetiger Progression befindlichen Tätigkeitsfeld „Datenmanagement“ zu behaupten.

Das konkrete Einsatzfeld ist groß: Standortoptimierung, Umweltmonitoring, Logistik-Verwaltung, administrativer Datenbestand in allen Bereichen der Planung und Überwachung und vieles mehr. Alle Informationen mit einem Raumbezug können durch einen Geovisualisierer dargestellt werden.

 

Schlüsselbegriffe:

Mediengestaltung, Multimedia,  Kartographie,  Geographie,  GeoInformationsSysteme, Kunst und Design,  Computer,  IT, Zeichentechnik, Layout.

 

Qualifikationskatalog:

Berufsbezeichnung:              

  • Staatlich geprüfte/r medientechnische/r Assistent/in mit Schwerpunkt Geovisualisierung

Schwerpunkt

  • Geoinformation

 

Die/Der Staatlich geprüfte/r medientechnische/r Assistent/in mit Schwerpunkt Geovisualisierung verfügt im Schwerpunkt Geoinformation mindestens über folgende berufliche Qualifikation:

 

Übergeordnete Qualifikationen:

  • Beachten der Vorschriften zur Arbeitssicherheit und Regeln der Arbeitshygiene auf Basis von Arbeitsschutzgesetz, Arbeitssicherheitsgesetz und Unfallverhütungsvorschriften.
  • Beachten der Vorschriften zur Nutzung von Bildschirmarbeitsplätzen.
  • Handhabe von Sicherheits- und Brandschutzeinrichtungen.
  • Beachten der Verhaltensweise bei Unfällen, Kenntnisse in Erster Hilfe.
  • Beachten der Vorschriften zum Umweltschutz und Vermeidung von Umweltbelastungen.

 

Fachallgemeine Qualifikationen:

  • Erarbeiten von Arbeits- und Betriebsplänen.
  • Umsetzung von kundenspezifischen Problemstellungen in fachspezifische Aufgabenstellungen.
  • Ausführen der verschiedenen Planungen mit den geeigneten fachtechnischen Mitteln.
  • Bereitstellung, Dokumentation und Beurteilung von Arbeitsergebnissen.
  • Anwenden berufsbezogener EDV- und Informationssysteme.

 

Fachspezifische Qualifikationen:

  • Theoretischen Kenntnissen über geodätische und geographische Informationssysteme.
  • Erfassung, Verwaltung,  Aufbereitung, Analyse, Gestaltung und Präsentation von Geodaten.
  • Kenntnisse zur Einspeisung von Geodaten in rechnergestützte Informationssysteme .
  • Zielgerichtete Dokumentation und Gestaltung von planungsrelevanten Daten.

Weitere Info:

Geoinformation und moderner Staat ist der Titel der im Februar 2003 herausgegebenen CD des Interministeriellen Ausschusses für Geoinformationswesen.

www.imagi.de

Stundentafel:

Fach

1. Jahr

2. Jahr

3. Jahr

Lernbereich

Wirtschafts- und Sozialkunde

2

2

2

Berufsüber-

greifender

Lernbereich

Deutsch/Kommunikation

4

4

4

Englisch/technisches Englisch

4

4

4

Mathematik

2

4

4

Naturwissenschaften

2

-

-

Sport/Gesundheitsförderung

2

2

2

Angewandte Mathematik

2

2

2

 

Berufs-

bezogener

Lernbereich

Geografie/Geodäsie

1

1

2

Konzeption und Gestaltung von Geomedien

7

7

6

Geomedienproduktion:       Geovisualisierung

 

10

 

2

 

2

       Geoinformationssysteme

-

4

4

       Multimedia

-

4

4

Unterrichtsstunden pro Woche

36

36

36

 

 

Anmeldung und Ausbildung

Aufnahmevoraussetzung:
Mittlerer Schulabschluss (MSA) oder ein als gleichwertig anerkannter Abschluss, gute mathematische Grundkenntnisse. Interessierte sollten Freude am Zeichnen und Gestalten – sowohl analog als auch digital – und darüber hinaus die Neigung zu genauer und sauberer Arbeit mitbringen.

Eingangstest: Nachweis einer hinreichenden gestalterischen Befähigung durch Vorlage selbst gestalteter Arbeiten ("Bewerbungsmappe") und Kenntnisse in den Fächern Deutsch, Englisch, Mathematik und grundlegende gestalterische Fähigkeiten.

Die Auswahl der Bewerber erfolgt entsprechend der eingereichten Zeugnisse. Nach dem Auswahlverfahren werden die freien Plätze zu Beginn der Sommerferien vergeben und alle Bewerber mit Zu- bzw. Absagen benachrichtigt. Zusätzlich wird eine Nachrückerliste erstellt und die entsprechenden Bewerber werden informiert, so dass evtl. nicht in Anspruch genommene Ausbildungsplätze zu Beginn des kommenden Schuljahres noch besetzt werden können.


Ausbildungsdauer:
Der Bildungsgang erstreckt sich über 3 Jahre.
Die Probezeit dauert ein Schulhalbjahr. Schülerinnen und Schüler, die ihren Fähigkeiten und Leistungen nach für den Bildungsgang nicht geeignet sind, müssen ihn nach Ablauf der Probezeit verlassen. Eine erneute Aufnahme in die Berufsfachschule ist dann nur in Ausnahmefällen möglich.


Abschluss:
Bei dieser Ausbildung handelt es sich um eine landesrechtlich geregelte schulische Ausbildung an Berufsfachschulen.
Am Ende der dreijährigen Berufsfachschule steht eine staatliche Abschlussprüfung im anerkannten Ausbildungsberuf.
Im Rahmen dieses doppelt qualifizierenden Bildungsganges kann zugleich die Fachhochschulreife erworben werden.

Bewerbung:
Der Bewerbungszeitraum ist vom 17. Februar bis 17.Juni 2016.
Bewerber, die z.Zt. eine (allgemein bildende) Berliner Schule besuchen nutzen das elektronische Anmelde- und Leitsystem (EALS). Verantwortlich für die Datenerfassung/Erstellung des Anmelde- und Leitbogens sind die abgebenden Schulen (in der Regel die KlassenlehrerInnen).
Informationen erhalten Sie unter www.wege-zum-beruf.de

 

Folgende Bewerbungsunterlagen sind erforderlich:

  • Aufnahmeantrag
  • Lebenslauf mit Unterschrift und Foto
  • beglaubigte Kopie des Halbjahreszeugnisses der 10. Klasse
  • beglaubigte Kopie des Abschlusszeugnisses
  • (Nachweis des mittleren Schulabschlusses)

Bewerberinnen und Bewerber mit einer "Rot-Grün"-Schwäche wird empfohlen, sich von einem Augenarzt beraten zu lassen. Ein gutes Farbempfinden ist für den Beruf äußerst wichtig, so dass eine Schwäche in der Farbwahrnehmung zum Abbruch der Ausbildung führen kann.

Eine Förderung nach dem Bundesausbildungsför­derungsgesetz (BAföG) ist möglich.